Neubau Schulcampus "Geschwister Scholl" in Rathenow






Neubau Schulcampus „Geschwister Scholl“ in Rathenow
2-phasiger Wettbewerb (offen, nach RPW)
- Auslober
- Stadt Rathenow
- Schüleranzahl
- 420
- Leistung
- Wettbewerbsbeitrag 1. Phase
Auszug Erläuterungstext
Städtebauliche Grundidee
Die städtebauliche Grundidee für den Neubau zielt auf die Ausbildung klar definierter Außenräume und deren Verknüpfung durch eine markante Baukörperstellung und klare Grundrissorganisation.
Das dreiflügelige Gebäude orientiert sich an den ehemaligen Zieten-Kasernen und fügt sich selbstverständlich in das vorgesehene Baufeld ein. Es gliedert den Außenraum in drei charakteristische und bestimmungsgemäß bemessene Außenräume: den einladenden öffentlichen Vorplatz, den großzügigen Schulhof sowie das separat gelegene „Grüne Klassenzimmer“.
Als eigenständiger und selbstbewusster Baukörper markiert das Gebäude einen prägnanten Ort des öffentlichen Lebens und vermittelt zugleich zwischen den unterschiedlichen Stadträumen und Bestandsbauten der Umgebung.
Der offene, baumbestandene Vorplatz und eine Freizeitfläche als außerschulischer Treffpunkt ergänzen das Konzept der offenen und inklusiven Schule im Stadtraum und fördern die Identifikation mit dem Standort.
Raumkonzept
Kerngedanke für das Konzept der inneren Funktionsgliederung ist die Anordnung aller Nutzungsbereiche um ein kompaktes, leistungsfähiges und identitätsstiftendes Zentrum – die Schulhalle.
Das dreigeschossige, nicht unterkellerte Gebäude bündelt im Erdgeschoss die gemeinschaftlich genutzten Bereiche – Verwaltung, Gemeinschaftsräume sowie Wirtschaftsflächen – um die Eingangshalle, die auch den öffentlichen Vorplatz mit dem Schulhof verbindet.
Im Zentrum wird diese Halle von der Mensa und Lernküche auf der einen Seite sowie die Bibliothek mit Ausblick in das „Grüne Klassenzimmer“ auf der anderen Seite flankiert.
Vertikal entwickelt sich die Halle aus dem Erdgeschoss zur zentralen Atrium-Halle in die oberen Geschosse.
Jeweils drei Compartments legen sich als körperlich und funktional eigenständige „Lernhäuser“ in den beiden Obergeschossen um diesen offenen Erschließungskern, der überdach mit Tageslicht versorgt wird. Die Fachräume für Kunst und Musik befinden sich ebenfalls unabhängig von den Compartments an der Atrium-Halle und ermöglichen Einblicke in den Fachunterricht wie auch Sichtbezüge in den Außenraum des „Grünen Klassenzimmers“.
Die Foren der Compartments werden von Schul-, Hort- und sonstigen Aufenthaltsräumen weitgehend transparent eingefasst. Sie erhalten natürliche Belichtung und Außenblickbezüge insbesondere über die offen und transparent gestalteten Teilungs- und Horträume.
Konstruktion
Tragwerk und Raumteilung basieren auf einem konsequenten Achsraster mit 5 m breiten und 7,5 bzw. 10 m tiefen Feldern. Diese Struktur erlaubt eine wirtschaftliche, flexible und materialoffene Bauweise sowie die effiziente Dimensionierung von Bauteilen in unterschiedlichen Ausführungsvarianten.
Freiraumkonzept – Option zur Neuordnung
Die dargestellte Neuordnung der Sport- und Bewegungsflächen im Schulhof stellt eine mögliche Variante dar, um Spiel-, Sport- und Aufenthaltsbereiche kreuzungsfrei und funktional zu optimieren. Gleichzeitig bietet sie Potenzial zur grundstücksrechtlichen Bereinigung und zur Optimierung funktionaler Zuordnungen im Außenbereich.