Kommunaler Wohnbau Ortsmitte Altenmünster












Kommunaler Wohnungsbau Ortsmitte Altenmünster
Beschränkter Wettbewerb nach RPW – 2. Preis
- Auslober
- Gemeinde Altenmünster
- Leistung
- Wettbewerbsbeitrag - 2. Preis
Aufgabenstellung
Im Rahmen eines Städtebauförderprogramms zur Stärkung gewachsener Einwohnerstrukturen in ländlichen Gemeinden soll kostenkünstiger Wohnraum in sozialverträglicher und ortsbildstärkender Weise realisiert werden. Dabei sind zeitgemäße Wohnbaukonzepte zu entwickeln, die mit den regionaltypisch gewachsenen Typologien vereinbar sind und diese fortschreiben.
Giebelständig zur Hauptstraße
Die historisch gewachsene Typologie der giebelständigen Hauptgebäude zur Hauptstraße und langgestreckte Hinter-, Wirtschafts- und Nebengebäude ist charakteristisch für das Ortsbild von Altenmünster.
Der historische Ortsplan verzeichnet ein ebendiesem Prinzip folgenden Vorgängerbau.
Der Neubau folgt diesem ortsbildprägenden Prinzip mit einem Kopfbau und einem sich in die Tiefe erstreckenden, städtebaulich zurücktretenden Langhaus.
Zu beiden Seiten der Hauptstraße liegen in der Regel wechselweise Hausgiebel und freie Grundstücksflächen gegenüber. Der Entwurf greift auch dieses Prinzip auf.
Platz und Raumkanten
Der Neubau fügt sich in die historisch gewachsene, städtebauliche Typologie der giebelständigen Kopfhäuser und richtet sich entschieden zum zentralen Ortsplatz aus.
Mit vertrauten Proportionen und Gebäudestellung ergänzt der Neubau den Ort im Sinne eines kohärenten Ortbildes mit einem selbstverständlichen und unaufdringlichen Stadtbaustein.
Der zentrale Platz v. Altenmünster verjüngt sich trichterförmig nach Westen und erhält mit dem Kopfbau ein stadtraumbildendes Motiv.
Die in den Kopfbau integrierte Bushaltestelle besetzt den exponierten Neubau mir einer öffentlichen Adresse.
Wohnungsanzahl
Es werden insgesamt 16 Wohneinheiten gemäß vorgegebenem Wohnungsmix in zwei Gebäuden untergebracht.
Erschließung und Orientierung folgen den Vorsätzen
- von Norden erschließen
- nach Süden wohnen
- optimierte Belichtung
- Pkw-freie „Piazza“ für Anwohner
- Erschließungsachse zwischen beidseitig attraktiven Freiräumen
Freiräume
Zwischen den Freiräumen der „Piazza“ und des Apfel- und Familiengartens spannt sich das Langhaus auf und wird von kleinflächig untergliederten Grünflächen flankiert.
Die durchgehende Erschließungsachse erhält somit zu beiden Seiten lohnende Adressen.
Die Piazza (Eingangsplatz) dient den Bewohnern als Treffpunkt mit einem befestigten Belag. Erhöhte Pflanzflächen sorgen für einen transparenten Filter zur Straße und schaffen Räumlichkeit. Hier kann man sitzen und dem Treiben zugucken, Roller fahren, Boule spielen, sein Fahrrad reparieren oder auch ein kleines Hoffest feiern.
Der Apfelgarten ist das grüne Pendant zu diesem Vorplatz. Auch hier finden sich Spiel- und Bewegungsangebote in der Wiese, zudem ein Grillplatz. Ein großzügiges Gemeinschaftsdeck bietet die Möglichkeit, mit Blick ins Grüne zu verweilen.
Zwischen dem Apfelgarten und dem kleinen Bewohnerplatz spannen sich im Süden die Obstterrassen auf.
Ein schmaler Naschpfad führt hindurch und lädt ein, von den flankierenden Beerensträuchern zu naschen. Gleichzeitig zoniert die Pflanzung die Nutzungen und grenzt intimere Terrassenbereiche von gemeinschaftlich genutzten Flächen ab. Kleine Mäuerchen vermitteln zwischen den Bestandshöhen und der neuen Bebauung